Pareyer Heimatgedicht

Heimatgedicht des Dorfes Parey

Inmitten grüner Niederungen,

ein Dorf am Havelstrande liegt.

Der Storch hegt dort die Schar der Jungen,

die Mutter ihre Kindlein wiegt.

Am Kürn vorbei fließt die Pantiste, ein Angler sitzt in seinen Kahn.

Der Kiebitz fliegt um sein Geniste, die Fähre sucht sich seine Bahn.

Am Wiesenrain der Ginster blüht,

die Lerche singt ganz leise.

Der Bock zum Äseplatze zieht,

am Bach zur alten Schneise.

Der Schilfrohrdommel Blasmusik,

ertönt im kühlen Grunde.

Ein Storch zum Neste heimwärts zieht,

wohl in der Abendstunde.

Verträumt lausch ich der vielen Töne,

sie klingen ja wie eine Lebenssinfonie.

Ich weiß, es schufen alles dieses Schöne,

Mensch und die Natur in Harmonie.

Ich seh, wie rings in weiter Runde,

das Land versinkt in Dämmerschein.

Ich möcht' in dieser Stunde,

noch einmal geboren sein.

(von Gerhard Bading, Parey)